EIN DRITTEL WU-CAMPUS TRÄGT PREFA


Spieglein, Spieglein an der Wand, welches ist das schönste Gebäude im ganzen Land? Die im vergangenen Jahr neu eröffnete WU Executive Academy auf dem WU Campus in Wien hätte mit seiner Aluminium/Glas-Kombinationsfassade sehr gute Karten. Auf dem größten Uni-Campus Europas wurde aber auch ein zweites von insgesamt sechs Uni-Gebäuden am 100.000 m² großen Areal mit Aluminiumverbundplatten von PREFA eingekleidet: das Gebäude für Departments und externe Dienstleister mit einer Fassadenfläche von 12.000 m².

Die Superlative nach der Eröffnung der WU Executive Academy am westlichen Eingang des neuen WU-Campus im Herbst des letzten Jahres überschlugen sich: Von der „schwarzen Perle“ war die Rede, vom „Spiegelkabinett“ oder vom beeindruckenden Rubik’s Cube – dem Zauberwürfel unter den Gebäuden. Das spanische Architektenbüro NO.MAD Arquitectos in Madrid zeichnete für den Entfwurf verantwortlich. Die Umsetzung vor Ort hatten Vasko +  Partner Ingenieure Wien in Zusammenarbeit mit DI Reinhard Muxel über. Beim sechsstöckigen Bauwerk mit seiner Aluminium-Spiegelfassade wurde eine Fläche von rund 4.500m2 verbaut.

Farbwahl als Aushängeschild für technologischen Fortschritt

Die Firma PREFA Aluminiumprodukte GmbH hat schon unzählige architektonische Gustostückerl umgesetzt. „Doch die WU Executive Academy am WU-Campus war eine ganz besondere Herausforderung. Denn der Nutzen, den so ein spezielles Gebäude erbringen soll, und die Optik standen für die Architekten klar im Vordergrund. Die Wahl des Fassadenmaterials fiel auf die großflächigen Leichtgewichter Aluminiumverbundplatte, ausgestattet mit einer Sonderfarbe und einem ganz speziellen Glanzgrad. Die optischen Effekte sind beeindruckend, die gesamte Fassade ist in Abstufungen von opak bis transparent lichtdurchlässig und spiegelt den Himmel und die Natur wieder. Das Gebäude passt sich perfekt der Umgebung an “, beschreibt PREFA-Projektentwickler Michael Bayr.

Aufwendiges Kassetten-System mit Sonderfarbe

Möglich wurden die optischen Effekte durch zwei entscheidende Parameter: die spezielle Fassadenkonstruktion und die Sonderfarbe. Üblicherweise werden Aluminiumverbundplatten auf eine Unterkonstruktion genietet oder geschraubt. Nicht so bei dem Objekt der spanischen Architekten. Es wurde eine Kassettenausführung gewählt. Insgesamt wurden 400 Kassetten – wobei die größte eine Fläche von 4x1,20 Meter aufweist – hergestellt. „Erst durch dieses aufwändige System konnte die Optik des Gebäudes erzielt werden. Jede einzelne Kassette wurde speziell geschnitten und gefräst und schließlich auf einer Sonderkonstruktion in Abstimmung mit den bündigen Fenstern montiert. Ohne Zweifel war das eines der ambitioniertesten Bauprojekte von PREFA in Österreich“, sagt Bayr.

Nicht weniger Herausforderung lag in der Entwicklung und Umsetzung des Farbwunsches. „Es galt gemeinsam mit den Entwurfsarchitekten NO.MAD eine Oberfläche zu finden, die zum einen im Glanzgrad den verspiegelten Glasflächen nahe kam, andererseits in punkto zu erwartender Verschmutzung noch gute Werte erzielen konnte. Wir haben uns nach mehreren Bemusterungen für das Sonderprodukt Tiefschwarz RAL 9005 Glanzgrad 50% entschieden“, meint Architekt Reinhard Muxel. Die Planung des Ende 2013 fertiggestellten Gebäudes mit den Architektenbüros begann im Frühjahr 2011. „Gerade der Farbwunsch mit dem Glanzgrad war die große Herausforderung für uns. Aber wir sind stolz darauf, dass wir dieses Prestigeobjekt als Lieferant zur vollsten Zufriedenheit leisten konnten“, sagt Bayr.

Japanischer Architekt entscheidet sich für PREFA

Mit dem Gebäude für Departments und externe Dienstleister des japanischen Architekten Hitoshi Abe, Sendai, entstand ein zweites Gebäude auf dem WU-Campus mit PREFA-Fassade. Ebenso fiel die Wahl für die 12.000m2 große Fassade auf die Aluminiumverbundplatte. „Bei diesem Gebäude kamen jedoch Standardfarben aus unserer vielfältigen Farbpalette zum Einsatz. Die schwarz und weiß gehaltenen Verbundplatten wurden vertikal gelegt und leicht gerundet“, ergänzt Bayr, der auch noch auf ein drittes Gebäude mit PREFA-Fassade gleich neben dem WU-Campus verweist: „Vor Jahren haben wir auch das Wiener Messehotel mit einer gerundeten Aluwellen-Fassade ausgestattet. Man kann sagen: Der Prater ist fest in PREFA-Hand.“

Ökologie und Nachhaltigkeit im Vordergrund

Doch nicht nur die Ästhetik der Fassade mit seinen optischen Effekten an beiden Gebäuden ist beeindruckend, vor allem wurden drei wichtige architektonische Grundprinzipien der Auftraggeber kombiniert: eine ökonimische, ökologische und sozial nachhaltige Bauweise! Die oberste Priorität lag auf der Minimierung der Lebenszykluskosten und einer hohen Dauerhaftigkeit der gewählten Konstruktion und Materialien. „Damit haben wir mit unseren witterungsbeständigen, robusten, rostsicheren, leichten und kreativ einsetzbaren Produkten gepunktet“, meint der PREFA-Berater Bayr.

Die 4mm starke Aluminiumverbundplatte, die für außen und innen geeignet ist, kann flach oder gerundet verbaut werden. Im Querschnitt besteht das hochtechnologische Sandwich aus einem 3mm dicken LDPE-Polyethylen-Kern mit Schutzfolie und je zwei 0,5mm Aluminium-Elementen mit hochwertiger Zweischicht-Einbrennlackierung. „Wie kein anderes System, das sich derzeit auf dem Markt befindet, ist gerade die Verbundplatte für solche individuelle Projekte geeignet“, schließt Bayr. Damit hat die Firma PREFA großen Anteil an den ideal geschaffenen Voraussetzungen für die tausenden StudentInnen am WU-Campus für lebenslanges Lernen geschaffen!

PREFA im Überblick
Die PREFA Aluminiumprodukte GmbH ist europaweit seit über 65 Jahren mit der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Dach- und Fassadensystemen aus Aluminium erfolgreich. Insgesamt beschäftigt die PREFA Gruppe 380 Mitarbeiter, davon 180 in Österreich. Die Produktion der über 4.000 hochwertigen Produkte erfolgt ausschließlich in Österreich und Deutschland. PREFA ist Teil der Unternehmensgruppe des Industriellen Dr. Cornelius Grupp, die weltweit über 6.000 Mitarbeiter in über 30 Produktionsstandorten beschäftigt.

Architekten-Empfehlung:

„Die große Herausforderung an die Fassadenverkleidung bestand, abgesehen von den hohen Ansprüchen an die Optik, darin, eine Platte zu finden, die sowohl unsichtbar befestigt werden kann, als auch den fensterbündigen Einbau ermöglicht. Durch die rückseitig aufgebrachten Kassetten konnten wir die umseitigen Abkantungen frei gestalten. Diese sind je nach Einsatzort, teilweise auf allen vier Seiten, verschieden. Somit waren wir in den Anschlüssen zu den Fenstern flexibel und konnten sowohl die bauphysikalisch notwendigen Hinterlüftungsquerschnitte, als auch die Schlagregenableitung - auch bei den wechselnden Plattenrichtungen - sicherstellen.“

Factbox WU Executive Academy:

Ort: Prater, Wien
Errichtung: Anfang 2011 bis Ende 2013
Fassadenfläche: 4.500m²
Architekt: NO.MAD Arquitectos
Spengler: MaTech

 

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